Vereinsbetreuungen

Wann werden wir als VereinsbetreuerInnen tätig?
Grundsätzlich werden Betreuungen ehrenamtlich geführt. In manchen Fällen muss jedoch ein Betreuer eingesetzt werden, der dieses Amt als Beruf ausübt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn zum Führen einer Betreuung spezifische Fachkenntnisse erforderlich sind. Oftmals sind diese Betreuungen auch mit besonderen Belastungen verbunden, die ehrenamtlichen Betreuern in der Regel nicht zuzumuten sind. In diesen Fällen werden wir als sogenannte Vereinsbetreuer tätig.

Welche Vorteile bieten Vereinsbetreuungen?
Während Berufsbetreuer freiberuflich arbeiten, sind Vereinsbetreuer Mitarbeiter eines nach § 1908 f BGB anerkannten Betreuungsvereins. Der Arbeitskontext von Vereinsbetreuern ist mit deutlichen Vorteilen verbunden. Im Team wird die alltägliche Arbeit kontinuierlich reflektiert. Gerade im Betreuungswesen mit seinen hohen Anforderungen ist die Möglichkeit zum kollegialen Austausch sehr wichtig.

Vertretungsregelungen, beispielsweise in Fällen von Urlaub oder Krankheit, werden zuverlässig sicher gestellt. Darüber hinaus sind wir - trotz vieler Außentermine - über die Geschäftsstellen gut erreichbar. Der Vereinsbetreuer profitiert zudem von den vorhandenen Strukturen im Bereich von Supervision und Fortbildung wie auch bei der Bewältigung von Verwaltungsaufgaben. Durch die Delegation geeigneter Aufgaben an Verwaltungskräfte wird ein erheblicher Synergieeffekt erzielt.

Selbstverständlich erfüllt die Einbindung in den arbeitsrechtlichen Kontext auch eine Kontrollfunktion. Dies ist gerade im sensiblen Bereich von Betreuungen von großer Bedeutung.

Durch das Umsetzen der dargestellten Vorteile steigern wir die Qualität unserer Arbeit. Letztlich zahlt sich dies insbesondere für die Betreuten aus.

Nach welchen Grundsätzen gestalten wir Betreuungen?
Würde

Die Würde der von uns betreuten Menschen steht im Mittelpunkt. Die sich hieraus ergebende Verpflichtung prägt unsere tägliche Arbeit. Häufig stehen wir zum Beispiel vor der Frage, ob das Leben in einer eigenen Wohnung möglich ist oder ob der Umzug in ein Heim erforderlich wird.
Während für den Betreuer eine Heimunterbringung in der Regel mit wesentlich weniger Aufwand verbunden ist, möchten viele Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben.

Es entspricht der Würde der von uns betreuten Menschen, dass wir in diesen Situationen unter Einsatz der zur Verfügung stehenden ambulanten Hilfemöglichkeiten ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen.

Die drastischen Einschnitte im Sozial- und Gesundheitsbereich gefährden ohne Zweifel die Würde der Betroffenen. Gerade deshalb ist der Kampf für ein würdevolles Leben wichtig.


Professionalität

Wir arbeiten professionell. Grundlage sind Qualifikationen aus dem Bereich der Psychologie und Sozialarbeit in Verbindung mit langjähriger Erfahrung im Betreuungswesen. Zur Qualitätssicherung setzten wir Instrumente der Supervision und Fortbildung ein.


Unabhängigkeit

Im Rahmen unserer Betreuungen treffen wir ständig Entscheidungen. Wir beauftragen z.B. Ärzte, Pflegedienste, stationäre Einrichtungen etc. All dies geschieht in Absprache mit den Betreuten. Da wir in keinerlei übergeordnete Hierarchien eingebunden sind, ist das Wohl der Betreuten das bestimmende Kriterium für unsere Entscheidungen